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Ev.-Luth. Kirche Lübtheen

Friese-I-Orgel von 1820

Restaurierung im Jahr 2002


Orgelsachverständiger: Herr KMD W. Leppin, Güstrow

Die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten erfolgte zu einem großen Teil durch die Zeit-Stiftung, Hamburg.


Es handelt sich um die größte noch erhaltene und einzige zweimanualige Orgel des Orgelbauer Friedrich Jacob Friese (I).

Die Orgel wurde in einem verwahrlosten, völlig verschmutzten Zustand vorgefunden - unspielbar seit etwa 1985.

Wasserschäden sowie Schäden durch Holzwurmfraß an den Holzteilen und ein desolates Metallpfeifenwerk machten umfassende Restaurierungsarbeiten erforderlich.

Disposition der Orgel: mechanische Schleifladen


I. Manual C - c’’’            II. Manual C - c’’’              Pedal C - c’             

Quintaden         16’          Gedackt               8’           Subbaß            16’        

Principal             8’          Gemshorn             8’           Principal             8’

Viol di Gamba    8’          Principal                4’           Gedackt             8’

Gedackt             8’          Flöte                     4’           Octave               4’

Octave               4’          Waldflöte              2’           Posaune            16’

Quinte                3’          Mixtur              3fach           Trompete           8’

Octave               2’         

Sesquialter    2fach          

Mixtur          4fach

Trompete           8’


Manualschiebecoppel

Tremulant

Calcant

Ablassventil



Mechanische Schleifwindladen, mechanische Ton- und Registertraktur


ausgeführte Arbeiten


- gründliche Reinigung und Dokumentation des Pfeifenwerkes

- Holzwurmbekämpfung der Holzteile durch Begasen

- Auseinaderbau der Orgel bis auf das Gehäuse und das Gestell

- Restaurierung des vorhandenen Magazinbalges (Börger)

- Rekonstruktion der historischen Spielanlage anhand alter Farbspuren

  und anderer Friese-I-Orgeln

- Rekonstruktion der Registerschilder nach dem einzigen originalen

  Schild „Ablassventil““

- Restaurierung der erhaltenen Registeranlage und der

   erhaltenen drei Tontrakturen

- Restaurierung der durch Wasserschäden stark beeinträchtigten Windladen

- sorgfältige Restaurierung und Rekonstruktion des Pfeifenwerkes

- Rekonstruktion der Becher der Zungenregister

- sorgfältige Intonation und Stimmung des Pfeifenwerkes in Zusammenarbeit

  mit dem mit Friese-Orgeln erfahrenen Intonateur R. Schäbitz

Rekonstruierte Becher der Zungenregister